Arbovirosen - Medizinlexikon

endem.-epidem., biphas. Infektionskrankheit, die je nach Immunitätslage in jedem Stadium abbrechen kann. Erreger sind Arboviren. Inkubationszeit 3–12 Tage. Nach Mückenstich o. Zeckenbiß kommt es zu einer lokalen Hautrötung, Papel o. einem roten Knötchen mit Juckreiz u. lokaler Virusvermehrung. In diesem Stadium ist ein Abbruch als inapparente Infektion mögl. Prodromi: 2–7 Tage. Erste fieberhafte, unspezif. Krankheitsphase mit Virämie. In diesem Stadium ist ein Abbruch als abortive Infektion mögl. Nach einem fieberfreien Intervall von 2–5 Tagen folgt eine zweite fieberhafte Krankheitsphase mit Organmanifestation. Klin. Bild: Dauer 5–8 Tage. Grippeähnl. Erkrankung meist ohne symptomfreies Intervall. Weitere mögl. Sympt. sind myalgisches Fieber, exanthemisch-myalgisches Fieber, virale Meningoenzephalitis (Letalität 5–50 %) o. hämorrhagisches Fieber (Letalität 5–10 %). Diagnostik: anamnest.-klin., virol.-serol. Ther.: symptomat. Therapieversuche mit Ribavirin. Krankenhauseinweisung, Kreislaufstabilisierung. Proph.: Ganzkörperbedeckende, helle Kleidung, geschlossenes Schuhwerk, Moskitonetze, Einreiben mit Repellents zum Schutz vor Arthropodenkontakt. Insektenbekämpfung, z. T. aktive Schutzimpfung vor Reisen in Endemiegebiete. Evtl. Gabe von spezif. Humanimmunglobulin.

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