Arcus aortae duplex - Medizinlexikon

Synonyme: Aorta duplex

durch Dopplung des Aortenbogens durch Persistenz beider Aortenbögen, die Schenkel verlaufen vor bzw. hinter Ösophagus u. Trachea u. je nach Enge des Gefäßrings führen sie zu Kompressionserscheinungen (Aortenringanomalie). In mehr als 70 % ist der re. hintere Bogen der größere. Der embryonale, re. Aortenbogen (4. re. Kiemenbogenarterie) verläuft hinter dem Ösophagus nach li., der li. Aortenbogen hat normale Lage vor der Trachea. Durch Verlust der prim. Symmetrie (Wachstum) erscheint ein doppelter Aortenbogen als Teilung der Aorta ascendens u. anschließender Wiedervereinigung. Meist ist der vordere Bogen verschmälert, mitunter zu einem Bindegewebestrang reduziert. Viele Variationen. Die brachiozephalen Gefäße entspringen meist unabhängig von den Aortenbögen. Ziel der Operation besteht in der Durchtrennung des einengenden Rings, um Trachea u. Ösophagus von der Kompression zu befreien. I. d. R. wird der schwächere li. vordere Aortenbogen durchtrennt.

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