Astrozyten - Medizinlexikon

fortsatzreiche, dadurch sternförmige Zellart der Neuroglia. Zelleib u. Zellfortsätze (letztere auch „Gliafasern“ genannt) enthalten Gliafibrillen, Aggregate von Gliafilamenten, die GFAP (glial fibrillary acidic protein) aufweisen. Typen: 1. faserige A. (Astrocytus fibrosus) mit langen, dünnen Fortsätzen, Vorkommen: weiße Substanz, 2. protoplasmat. A. (Astrocytus protoplasmaticus) mit kurzen, dicken, verzweigten Fortsätzen, Vorkommen: graue Substanz. Die Fortsätze der A. bilden auf Kapillaren „Gefäßfüße“ u. haben Kontakt zu Nervenzellen, beides im Dienste des Stoffaustauschs; weiter werden die perivaskuläre u. die oberflächl. Gliagrenzmembran zwecks schützender Isolierung der Nervenzellen gebildet. Abb.

Astrozyten. Histologischer Schnitt durch die Großhirnrinde, Goldimprägnation; A., deren Fortsätze an ein Blutgefäß heranreichen.
Astrozyten. Histologischer Schnitt durch die Großhirnrinde, Goldimprägnation; A., deren Fortsätze an ein Blutgefäß heranreichen.

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