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Beatmungssysteme - Medizinlexikon
Synonyme: Respiratoren
mit dem Tracheallumen verbundene Systeme, die den Atemgastransport übernehmen. Die Inspiration erfolgt durch Erhöhung des intratrachealen Drucks um 10–20, selten 40 cm H2O (0,98–1,96–3,92 kPa) gegenüber dem Druck in der umgebenden Atmosphäre (IPPB, engl. intermittent positive pressure breathing, intermittierende Überdruckbeatmung). Die Exspiration geschieht durch Retraktionskräfte der Lungen u. des Thorax o. wird durch Verminderung des intratrachealen Drucks um 5–10 cm H2O (0,49–0,98 kPa) gegenüber dem Atmosphärendruck unterstützt (APNB, alternating positive negative breathing), Wechseldruckbeatmung obsolet, da mit der Gefahr des Air-trapping verbunden. Durch die Übernahme der Atemarbeit (z. B. durch Beatmungsgerät) kommt es gegenüber der Spontanatmung zu einer Druckumkehr u. Druckerhöhung in den Atemwegen während der Atemphase. Es resultiert aus der Beatmung eine mit dem Beatmungsdruck zunehmende Behinderung der Lungenperfusion. Zur ausreichenden Sauerstoffaufsättigung des Kapillarblutes wird deshalb der Sauerstoffanteil in der Beatmungsluft erhöht (Respiratorlunge). Die Mund-zu-Mund-Beatmung entspricht einer intermittierenden Überdruckbeatmung u. kann eine ausreichende Ventilation bewirken. Die Rumpfbeatmung durch rhythm. manuelle Thoraxkompression (Schäfer, Silvester) ist unzureichend. Die maschinelle Rumpfbeatmung (Eiserne Lunge, Küraß) ermöglicht eine suffiziente Ventilation, hat ihr Anwendungsgebiet, die monatelange Dauerbeatmung bei Kinderlähmung, verloren bzw. ist zu aufwendig. Die elektr. Reizung des N. phrenicus gestattet keine Beatmung von längerer Dauer, sie hat nur unterstützenden o. Trainingscharakter. Die Ind. zur Beatmung wird gestellt beim Atemstillstand u. bei insuffizienter Spontanatmung mit art. Blutgaswerten von pO2 < 70 mmHg (9,33 kPa) u. pCO2 > 60 mmHg (8 kPa).
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