Blasenstein - Medizinlexikon

Calculus vesicae;

prim. in der Blase sich bildende Steine, fast ausschließl. bei Abflußbehinderung durch Blasenhalsbarre, Sphinktersklerose, Prostatavergrößerung, Harnröhrenstriktur u. ä. mit Begleitinfektion;

von oben (Nieren, Harnleiter) herabgewanderte Steine, die in der Blase liegenbleiben (u. sich dort meistens durch Anlagerung von ausgefällten mineral. Salzen vergrößern);

Fremdkörpersteine, die sich um in die Blase hineingelangte Fremdkörper durch Anlagerung bilden, z. B. nicht resorbierbare Fäden von Operationen, abgebrochene o. abgerissene Katheterstücke, zurückgebliebene Gewebeschnitzel nach Elektroresektion, inkrustierte Blutgerinnsel o. Nekrosen, abgebrochene Stücke von Blasentumoren u. ä. Größe: 0,5 cm (dann häufig multipel) bis etwa 10 cm (kompletter Ausguß der kugeligen Harnblase). Entfernung durch offene chir. Operation (Sectio alta), durch Zertrümmerung (Lithotripsie u. perkutane Litholapaxie), durch elektrohydraul. Schlagwellen o. Ultraschall. Bis auf Fremdkörpersteine sind B. immer mit einer subvesikalen Abflußstörung verbunden, die ebenfalls operativ (gleichzeitig) beseitigt werden muß (Elektroresektion). Harnsteine.

© Elsevier GmbH, München

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