Blutungsanämie - Medizinlexikon

Anämie durch starken Blutverlust; nach äußeren o. inneren Verletzungen (hämorrhag. Diathese u. a.). Mit mehr o. weniger schweren Allgemeinsymptomen einhergehende Anämieform, wobei bei raschem Blutverlust max. 1/3 der Gesamtblutmenge eben noch toleriert, bei Blutungsdauer von etwa 24 h noch ein Verlust der Hälfte des Gesamtblutvolumens vertragen wird. Akuter Blutverlust kann Schäden an Organen (Herz, Niere, Gehirn u. a.) zur Folge haben. Ausmaß der Anämie unmittelbar nach Blutung nicht in vollem Umfang durch Bestimmung von Blutfarbstoffwert, Hämatokrit bzw. Erythrozytenzahl erkennbar. B. bildet sich erst nach 1–3 Tagen durch Einströmen extrazellulärer Flüssigkeit in die Blutbahn voll aus. Die posthämorrhag. B. ist zunächst normozytär u. normochrom, bei Ausbildung eines Eisenmangels infolge des akuten Blutverlusts kann es zum Übergang in eine Eisenmangelanämie kommen.

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