Bronchiektasen - Medizinlexikon

irreversible Erweiterung von Bronchien infolge angeborener o. erworbener Wandschwäche bzw. Wanddestruktion. Angeborene B. zählen zu den Fehlbildungen u. können auf ein Segment o. einen Lappen begrenzt sein o. generalisiert vorkommen, z. T. mit Polyposis nasi, Sinusitis frontalis u. Situs viscerum inversus (Kartagener-Syndrom) o. Mukoviszidose kombiniert. Erworbene B. entstehen durch chron. Entzündungsvorgänge, z. B. distal von einem chron. Fremdkörper o. langsam wachsenden Tumor. Ebenso kann initiale akute Entzündung (Masern, Keuchhusten) eine hochgradige Zerstörung der Bronchialwand bewirken, die in einen chron. Prozeß u. in B. übergeht. B. in den kranialen Lungenabschnitten sind meist gut drainiert u. symptomarm, B. in den abhängigen Lungenpartien führen zu chron. Auswurf („maulvolle“ Expektoration, geschichtetes Sputum). Bei bronchiektat. Umwandlung großer Bereiche kann es zur respirator. Insuffizienz kommen. Mögl. Komplikationen der B. sind Hämoptoe, Amyloidose.

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