Bronchitis - Medizinlexikon

meist im Gefolge von saisonbedingten Atemwegsinfektionen auftretende akute Entzündung der Bronchialschleimhaut; auch als Sekundärinfektion bei Masern, Grippe, Keuchhusten. Akute B.: Husten, Auswurf (zuerst schleimig, später schleimig-eitrig), mäßiges Fieber, Brustschmerz. Neben Viren Eitererreger (Pneumokokken Typ 4, Staphylokokken, Streptokokken, Influenzabakterien). Komplikationen: Bronchopneumonie; rezidivierend chron. Verlauf. Chronische B.: mukopurulente Form im Anschluß an akute B., insbes. bei chron. anhaltendem Reiz (Raucherkatarrh). Die Sympt. sind unterschiedl. ausgeprägt: Husten, Auswurf, Dyspnoe, retrosternaler trachealer Schmerz, ebenso der Auskultationsbefund: Rasselgeräusche, Giemen, Pfeifen, Brummen. Eine chron. B. liegt vor, wenn die B. bereits zwei Jahre lang besteht u. die Sympt. mind. drei Monate im Jahr auftreten. Weitere Einteilung der B. entspr. der Sympt. in produktive, unproduktive, muköse, mukopurulente, purulente, hämorrhag., obstruktive, nicht obstruktive B. Bei chron B. kommt es meist zur Ausbildung eines Emphysems u. Cor pulmonale. Folgekrankheiten: Bronchitis deformans, Bronchiektasen, Asthma bronchiale, Lungenabszeß, Lungengangrän. Die spast. (asthmoide) B. stellt eine bes. Reaktionsform der Säuglinge u. Kleinkinder, teilweise mit erhebl. (exspirator.) Dyspnoe dar; Bronchiolitis.

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