C3-Komponente - Medizinlexikon

dritte Komponente des Komplementsystems. Humanes Serumprotein, als Beta-1-C-Globulin immunelektrophoret. charakterisiert. Molmasse 185 000, S 9,5. Wandelt sich in älteren Seren in Beta-1-A-Globulin um. Vorkommen im Serum (1,2 g/l) mit höchster Konzentration aller Komplementkomponenten. In frischem Serum zeigt C3 bei elektrophoret. Trennung genet. Polymorphismus mit autosomalen kodominantem Erbgang. C3 wird vom aktiven C4,2a-Komplex gespalten, wobei sich das aktive C3 (C3b) an die Zellmembran bindet. Aktivierung ist durch Phlorizidin zu hemmen. Spontanaktivierung wird durch C3-Inaktivator des Serums verhindert. Konversion von C3 auch durch Lagerung o. Erwärmung des Serums, durch Einwirkung von Proteasen, Toxinen, Hydrazin mögl. Im Verlauf der Aktivierung des Komplements entstehen Zwischenprodukte, die für einige biol. Phänomene verantwortl. sind. C3-Komponente ist an allen beteiligt. Bestimmung erfolgt mittels Immundiffusion nach Mancini. Klin. relevant als Verlaufskontrollen bei Transplantationen u. bei akuter Glomerulonephritis, zur Diagn. der Makroglobulinämie Waldenström (C3-Reduktion). Tab.

© Elsevier GmbH, München

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