CEA (Carcinoembryonales Antigen, Karzinoembryonales Antigen) - Laborwerte-Lexikon

Referenzbereich Blut [GN; KLL]

  • Nichtraucher: < 5,0 µg/l (methodenabhängig)
  • Raucher: < 10,0 µg/l (methodenabhängig)

Hintergrund

Das CEA (Carcinoembryonales Antigen, Karzinoembryonales Antigen) ist Tumormarker der Wahl bei Dick- und Mastdarmkrebs .

CEA kommt beim Gesunden in geringen Mengen in der Dick- und Mastdarmschleimhaut, anderen Epithelien (Deckgeweben) und Drüsen vor, z.B. des Magens, der Bauchspeicheldrüse und der Leber. In hoher Konzentration wird CEA von vielen bösartigen Tumoren gebildet, insbesondere Karzinomen von Drüsen.

Am besten eignet sich CEA als Tumormarker des Dick- und Mastdarmkrebses, jedoch nur in der Verlaufskontrolle, nicht zur Krebsvorsorge oder Diagnostik. Dazu ist es nicht empfindlich genug und bei zu vielen anderen Erkrankungen erhöht. Werte über dem 4-fachen des Referenzbereiches machen aber eine bösartige Erkrankung wahrscheinlich. Eine gewisse Bedeutung hat CEA außerdem bei der Klärung von Lebertumoren.

Bestimmung im Blut

  • Verlaufskontrolle bei CEA-positiven Tumoren, v.a. Dick- oder Mastdarmkrebs
  • Unklare Lebertumoren

CEA-Erhöhung

  • Dick- und Mastdarmkrebs (Tumormarker erster Wahl)
  • Magen-, Bauchspeicheldrüsen-, Brust-, Lungen-, Eierstock- oder Gebärmutterhalskrebs, medulläres Schilddrüsenkarzinom (Tumormarker zweiter Wahl)
  • Entzündungen von Leber, Bauchspeicheldrüse, Magen-Darm und Lunge

© 2008 Knaur Ratgeber Verlag, München

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