Charcot-Leyden-Kristalle - Medizinlexikon

farblose bzw. schwach gelbl.-getönte anisotrope, hexagonale Kristalle von Spindel- o. Kompaßnadelform. Zunächst von Charcot im Blutausstrich bei Leukämie, später von Leyden im Sputumpräparat bei Asthma bronchiale gefunden. Entstehen beim Zerfall von eosinophilen Granulozyten in Blut, Exsudaten, Sputum, Stuhl u. Gewebe. Nach Esselier soll es sich um ein kristallines eiweißartiges Zerfallsprodukt handeln. Im Stuhl nachzuweisen bei Wurmkrankheiten, in den Bronchien auch bei Echinococcus-Zysten. Im Phasenkontrastmikroskop kann die Kristallbildung im Deckglaspräparat eines Leukozytenkonzentrats beobachtet werden.

© Elsevier GmbH, München

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