Coffein - Medizinlexikon

psychostimulierendes Xanthinderivat aus Coffea arabica, Thea sinensis, Mate-Tee (Ilex paraguariensis) o. Cola acuminata. Stimuliert sensor. Bezirke der Hirnrinde, in höheren Dosen auch motor. Areale einschl. der Medulla oblongata u. des Rückenmarks. Dadurch Steigerung der motor. u. psych. Reaktivität sowie Verbesserung assoziativer u. anderer intellektueller Leistungen. Verdrängung von Müdigkeit u. Schläfrigkeit; Antagonismus gegenüber zentral dämpfenden Pharmaka. Niedrige Dosen erzeugen durch Erregung des Vaguszentrums Bradykardie, in höheren Dosen Tachykardie. Blutdruck wird kaum beeinflußt. Splanchnikusgefäße werden erweitert. Verstärkung der analget. Wirkung von Analgetika/Antipyretika; akute Toxizität sehr gering; große ther. Breite. Wirksame Dosis 0,1–0,2 g, tödl. Dosis ~ 10,0 g. C. besitzt keine chron. Toxizität. Unverträglichkeit von Kaffee auf Röststoffe u. von Tees auf Gerbsäuren zurückzuführen. C. wird, obwohl es ein Derivat des Purins ist, nicht zu Harnsäure abgebaut. Abb.

Coffein
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