von MisterNeugierig
Computertomographie - Medizinlexikon
Synonyme: CT CAT
Transversalschichtverfahren der Röntgendiagnostik. Die Schichtebene verläuft i. a. senkrecht zur Körperlängsachse, kann aber auch um einen wählbaren Winkel geneigt sein. Dabei wird zunächst keine photograph. Aufnahme des Objekts erzeugt, sondern bei der Röntgendurchstrahlung einer Körperschicht werden die Schwächungswerte kleiner Objektbereiche für Röntgenstrahlung bestimmt. Diesen Werten (Pixel), die mosaikartig das Bild aufbauen, – zwischen 80 · 80 (Zeilen mal Spalten) u. 512 · 512 je Körperschicht – werden dann sek. Grauwerte zugeordnet, u. das Bild wird auf einem Fernsehsichtgerät dargestellt u. photograph. registriert. Damit ist der Prozeß der Bildentstehung grundsätzl. von dem aller älteren Röntgenabbildungsverfahren versch. Bei diesen erscheinen auf dem Film stets Schwärzungsverteilungen, die der Strahlungsschwächung innerhalb der gesamten Objektdicke zwischen Röhre u. der jeweiligen Filmstelle entsprechen. Im Prinzip arbeitet die CT nach folgendem Schema: Die abzubildende Körperschicht wird von einem engbegrenzten Röntgenstrahlenbündel (Querschnitt bis unter 1 mm2) in zahlreichen, in einer Ebene liegenden Projektionseinrichtungen durchstrahlt. Dies wird durch Rotation der Röhre um den Pat. u. bei einigen Geräten durch Kombination von Drehung u. geradliniger Verschiebung erreicht. Die durch den Pat. geschwächte Strahlung wird mit einem Detektorsystem registriert. Aus der jeweiligen Strahlenschwächung kann rechner. der Schwächungskoeffizient bestimmt werden (CT-Wert). Die wesentlichste Eigenschaft der CT ist die Auflösung sehr kleiner Kontraste bei einem im Vergleich zu übl. Röntgenaufnahmen geringeren Auflösungsvermögen (bis 0,5–1 Linienpaar/mm = 5–10 Lp/cm im Vergleich zu etwa 5–8 Lp/mm bei den meisten Film-Folien-Aufnahmen). Unterschiede im Schwächungskoeffizienten von etwa 0,5 % können noch ermittelt werden, u. damit wird eine Differenzierung von Weichteilgeweben einschl. etwaiger pathol. Prozesse mögl. CT-Bilder werden in Schwarzweiß o. Farbe auf Fernsehmonitoren wiedergegeben. Sie können photograph. registriert (Sofortbildkamera, 100 mm · 100 mm Kamera, Multiformatkamera) u. auf Magnetplatten o. -bändern gespeichert werden. Um mit den teuren Computertomographen kontinuierl. arbeiten zu können, erfolgt die Bildauswertung nach Magnetbandspeicherung an getrennten Arbeitsplätzen. Hauptanwendungsgebiete sind Schädel- (kraniale C.), Thorax-, Bauchdiagnostik u. die Strahlentherapie. Neben der eigentl. Lokalisation des Tumors ist hier auch die direkte Anfertigung von Bestrahlungsplänen von Bedeutung. Dabei können Tiefendosen u. Isodosen berechnet werden u. in den Tomogrammen die zu den gewählten Bestrahlungsbedingungen gehörenden Werte zur Darstellung gebracht werden. Die Strahlenbelastung ist höher als bei fast allen anderen Röntgenuntersuchungen, da bei der CT wegen der Rotationsbestrahlung die Dosiswerte im Körperinneren fast gleich der Oberflächendosis sind. Seit etwa 1985 wird zunehmend für gleiche o. ähnl. Einsatzgebiete der CT die Kernspintomographie eingesetzt. Abb.
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