Dampfsterilisation - Medizinlexikon

therm. Sterilisation mit gespanntem u. gesättigtem Wasserdampf im Autoklaven bei Temperaturen im Bereich von 110–140 °C. Der Dampf fungiert bei der Oberflächensterilisation nicht nur als Wärmeträger, Dampf u. Kondensat haben in Abwesenheit von Luft eine direkte bakterizide Wirkung. Die D. muß in Verpackungsmaterialien (bzw. Sterilisierbehältern), die dampfdurchlässig sind bzw. wo der Wasserdampf an alle Stellen des Sterilisiergutes gelangt, erfolgen. Durch D. können Wäsche, Verbandsstoffe, Instrumente, Glasgeräte, Gummihandschuhe, hitzestabile Flüssigkeiten u. a. sterilisiert werden. Die D. erfolgt bei einer best. Temperatur nach einer tabellar. festgelegten Einwirkungszeit. Die D. wird durch Sporenerde als biol. Sterilisationsindikator überwacht. Die Kontrolle, ob die D. erfolgte, geschieht über den Sicherheitsindikator (Thermotest-D-Indikator).

© Elsevier GmbH, München

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