DDT - Medizinlexikon
Abk für Dichlordiphenyltrichlormethan; anfängl. sehr erfolgreich eingesetztes Insektizid, von Paul Hermann Müller 1939 entdeckt. In Wasser schlecht, in Lipiden gut lösl., reichert sich im Fettgewebe von Warmblütern bis zu tox. Konzentrationen an. Herstellung in der BRD daher jetzt verboten. Sehr stabil gegenüber physikal. u. chem. Einflüssen. Techn. Produkte oft mit anderen tox. Stoffen verunreinigt. Wird enteral u. dermal rasch resorbiert. Langsamer Metabolismus; induziert mikrosomale Monooxygenasen (Hydroxylasen); t1/2 beträgt 1 Jahr. In hohen Dosen Nervengift (Übererregbarkeit, Krämpfe); beim Warmblüter aber erst in Grammdosen peroral. LD Mensch 20–30 g. Obwohl DDT im menschl. Organismus v. a. im Fettgewebe in hohen Konzentrationen nachweisbar ist, sind keine chron. tox. Wirkungen bekannt. Beständigkeit gegenüber metabol. Einflüssen führte zu einer Anreicherung in der Nahrungskette. Störung des ökolog. Gleichgewichts. DDT deshalb in den gemäßigten Klimazonen weitgehend verlassen; zur Anopheles-Mücken-Bekämpfung noch gebräuchl.
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