Defibrillation, elektrische - Medizinlexikon

Behandlungsmaßnahme zur Beseitung von Kammerflimmern bzw. ektoper Reizbildung des Myokards. Synchrone Erregung aller nicht refraktären Herzmuskelfasern durch kurze Stromstöße (1–4 ms) angepaßter Feldstärke (10–50 Joule bei direkter Reizung des freigelegten Herzens, 150–400 Joule bei indirekter transthorakaler Reizung), wodurch kreisenden Erregungen (Flimmerrhythmus, kardialer) der Weg verlegt wird. Die Hauptstromrichtung verläuft etwa in der Herzachse (1. Elektrode re. vom oberen Sternum; 2. Elektrode li. über der Herzspitze). Nach einigen Sekunden setzt sich der normale o. ektop. Schrittmacher durch Rückfall ein, wenn Ursachen fortbestehen. Medikamentöse D. durch Lokalanästhetika.

© Elsevier GmbH, München

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