Dehydratation - Medizinlexikon

Dehydratisierung;

Eliminierung von Wasser aus einer chem. Verbindung gewöhnl. bei erhöhter Temperatur. Beispiel: Alkohol – H2O ? Alken.

Entwässerung. Mit dem Harn sowie über Haut u. Lungen scheidet der erwachsene Mensch tgl. 1,5 l u. mehr Wasser aus, auch wenn keine Wasserzufuhr vorhanden ist. Überleben unter günstigen Bedingungen deshalb nur 10–20 Tage mögl. Bei etwa 20 % Gewichtsverlust infolge D. tritt der Tod ein. Unter ungünstigen Bedingungen kann der Wasserverlust 1 l/h betragen u. schon innerhalb von Stunden zum Tode führen. D. sind biol. wichtige Reaktionen beim Umbau von Kohlenhydraten, Fettsäuren, Aminosäuren u. anderen Stoffgruppen bzw. Oxidation durch Wasserstoffentzug. Folgen der D. sind: Veränderungen des Plasmavolumens, des zentralen Venendrucks, des Hämoglobins, des Hämatokrits, der Plasmaproteine u. Serumelektrolyte. Klin. Wasserentzug unter Ausnutzung osmot. Gefälle zwischen Blut u. Gewebe. Bedeutung bei der Ther. des Hirnödems mit hypertonen Lösungen (Sorbit, Harnstoff, Humanalbumin, hochmolekulare Dextrane). Exsikkose.

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