Dentition - Medizinlexikon

Dentitio, Zahnung;

Vorgang des Zahndurchbruchs,

odontogenet. zusammengehörende Zähne. Erste D.: Milchzähne, Abkömmlinge der generellen Zahnleiste. Zweite D.: Dauerzähne, Ersatzzähne, Abkömmlinge der Ersatzzahnleiste u. Zuwachszähne, Abkömmlinge der nach distal proliferierenden generellen Zahnleiste. Der Zahndurchbruch wird durch Anhebung der Zahnkrone infolge des Wurzelwachstums vorbereitet. Dabei kommt es zur Resorption der okklusal bzw. inzisal gelegenen Teile des Alveolarfortsatzes bzw. der Wurzeln der Zähne aus der ersten D. Noch vor Erreichen des Epithels wird auch das mesodermale Zahnsäckchen resorbiert. Das zum prim. u. sek. Schmelzoberhäutchen umgewandelte innere u. äußere Schmelzepithel geht eine hemidesmosomale Verbindung mit dem Epithel der Gingiva ein, so daß bei Eindringen der Zahnkrone in die Mundhöhle keine Kontinuitätstrennung der Körperoberfläche erfolgt u. in Form der dentogingivalen Verbindung lebenslang erhalten bleibt. Der Zeitpunkt der D. des einzelnen Zahns ist interindividuell variabel, jedoch gemäß einer Gauß-Normalverteilung verteilt. Innerhalb der 95 ?renze liegt normale D. vor, unterhalb davon vorzeitige D. (Dentitio praecox), oberhalb verspätete D. (Dentitio tarda).

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