Depression - Medizinlexikon

über einen längeren Zeitraum krankhaft gedrückte Stimmung mit Freud- u. Interessenlosigkeit, Genußunfähigkeit, Grübelneigung, innerer Unruhe o. psychomotor. Verarmung, Antriebsminderung. Insbes. bei manisch-depressiven Erkrankungen, aber auch anderen psych. Leiden sowie hirnorgan. u. anderen körperl. Erkrankungen. Die klass. Psychopathologie unterscheidet endogene versus reaktive (depressive Reaktion) u. neurotische Depressionen. Endogene Depressionen sind insbes. durch ein „Gefühl der Gefühlslosigkeit“ u. einen „depressiven Wahn“ (Schuld-, Versündigungs- u. hypochondr. Wahn) charakterisiert. Diese Unterscheidung wurde im ICD-10 u. DSM IV aufgegeben. Demnach führt allein die Schwere der Sympt. zur Diagn. einer „depressiven Episode“ (major depression). Ther.: Wichtig ist die genaue Beachtung u. Abklärung der bei Depressionen stets erhöhten Suizidgefahr. Einstellung auf Antidepressiva, bei wahnhafter Depression ggf. Kombination mit Neuroleptika. Begleitende psychotherapeut. Maßnahmen.

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