von Kirsche31
Depression - Medizinlexikon
über einen längeren Zeitraum krankhaft gedrückte Stimmung mit Freud- u. Interessenlosigkeit, Genußunfähigkeit, Grübelneigung, innerer Unruhe o. psychomotor. Verarmung, Antriebsminderung. Insbes. bei manisch-depressiven Erkrankungen, aber auch anderen psych. Leiden sowie hirnorgan. u. anderen körperl. Erkrankungen. Die klass. Psychopathologie unterscheidet endogene versus reaktive (depressive Reaktion) u. neurotische Depressionen. Endogene Depressionen sind insbes. durch ein „Gefühl der Gefühlslosigkeit“ u. einen „depressiven Wahn“ (Schuld-, Versündigungs- u. hypochondr. Wahn) charakterisiert. Diese Unterscheidung wurde im ICD-10 u. DSM IV aufgegeben. Demnach führt allein die Schwere der Sympt. zur Diagn. einer „depressiven Episode“ (major depression). Ther.: Wichtig ist die genaue Beachtung u. Abklärung der bei Depressionen stets erhöhten Suizidgefahr. Einstellung auf Antidepressiva, bei wahnhafter Depression ggf. Kombination mit Neuroleptika. Begleitende psychotherapeut. Maßnahmen.
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Depression
Depressionen (auch: depressive Störung, depressive Episode, Melancholie) zählen wohl zu den ältesten Krankheiten der Menschheit. Der Begriff der Melancholie z.B. reicht zurück bis in die Zeit des Hippokrates. Der Begriff setzt sich zusammen aus den Wortteilen: griech. mela = schwarz und chol. für Galle. Schwarze Galle stand dem damaligen humoralen Verständnis der Säftelehre zufolge für Weltschmerz, Schwermut und Selbstzweifel.Eine Depression unterscheidet sich von der...
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