Dialysat - Medizinlexikon

Dialysierlösung, Spüllösung. Während einer Hämodialyse werden 0,5–1 l/min verbraucht. Die Lösung entspricht mit geringen Abweichungen in der Elektrolytverteilung u. Osmolarität dem menschl. Plasma. Sie nimmt im Dialysator über die Dialysemembran die Stoffe auf, die durch Diffusion aus dem Blut herauswandern. Zur Bereitung des D. dient Leitungswasser, das aufbereitet (gereinigt, entionisiert, demineralisiert) werden muß. Die Herstellung des D. erfolgt manuell in großen Tanks o. automat. über Proportionierungspumpen, wobei Konzentrat o. Trockensubstanz u. Wasser in best. Verhältnis gemischt werden. Beispiele der Zusammensetzung des D. für die chron. Hämodialyse (individuelle Veränderungen sind mögl.): Na 130–135 mmol/l, K 2 mmol/l, Ca 1,75 mmol/l, Mg 0,75 mmol/l, Cl 100 mmol/l, Acetat o. Bikarbonat 33–36 mmol/l, Osmolarität 270–280 D. mosm/l.

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