Dialyse - Medizinlexikon

Trennung lösl. Stoffe unterschiedl. Mol. Gew. durch semipermeable Membranen. In Abhängigkeit von dem Porendurchmesser der Membran können nur Stoffe bis zu einer best. Größe (Größe bzw. Gestalt sind der rel. Molmasse nicht immer proportional) die Membran durch Diffusion passieren u. in das andere Kompartment gelangen. Hochmolekulare Komponenten werden auf diese Weise zurückgehalten. Ausschlußgrenze z. B. bei 1,5–2,0 nm Porendurchmesser haben Stoffe mit Mol. Gew. von 10 000–20 000. Erfolgreiche quantitative Trennung nur bei Lösungen von Stoffen mit sehr unterschiedl. Mol. Gew. (z. B. lösl. Salze, Aminosäuren o. Oligopeptide bzw. -saccharide von Proteinen). Variation der Porendurchmesser von Dialysemembranen erhöht die Anwendungsmöglichkeiten. Niere, künstliche; Hämodialyse, Dialysemembran.

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