DMF-Index - Medizinlexikon

Verhältniszahl, die den durchschnittl. Kariesbefall in einer Population beschreibt durch Zählung aller kariösen (D = decayed), fehlenden (M = missing) u. gefüllten (F = filled) Zähne mit anschließender Division der Summe durch die Anzahl der Probanden. Bezugsebene beim DMF-T-Index sind die einzelnen Zähne (T = teeth), beim DMF-S-Index die 5 Flächen der Seitenzähne u. 4 Flächen der Frontzähne (S = surface). Zur näheren Beschreibung der Morbidität ist eine Aufteilung der Population u. des Index erforderl. Aufgrund des kumulativen Charakters des Index u. der Zeitabhängigkeit des Kariesbefalls sind zur Beurteilung des durchschnittl. Karieszuwachses nicht zu breite Altersgruppen (etwa 5 Jahre umfassend) zu bilden. Der durchschnittl. Karieszuwachs im Erwachsenenalter beträgt etwa 0,4 Zähne/Jahr. Wegen der geschlechtsabhängigen Differenz im Kariesbefall von etwa 2,0 (Frauen höhere Werte) sollte nach Geschlechtern getrennt ausgewertet werden. In hochzivilisierten Populationen ist die intraindividuelle Variabilität des Kariesbefalls sehr groß. Aufschlüsse über Gesundheitsverhalten u. Betreuungsgrad bzw. -aufwand liefert die Aufteilung des DMF-Index in seine Komponenten. Bei gutem Gesundheitsverhalten u. Betreuungsgrad hat die F-Komponente wesentl. höhere Werte als die D- u. M-Komponente. Aus der epidemiol. med. Beurteilung der Progressionstiefen der Karies erwuchs die Notwendigkeit einer Differenzierung der D-Komponente des Index: D1 entspricht der superfiziellen Initialläsion, D2 etwa der Caries superficialis, D3 der Caries media u. D4 der Caries profunda, Karies. Die subfizielle Variante des Kariesinitials wird nicht erfaßt.

© Elsevier GmbH, München

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