DNA-Biosynthese - Medizinlexikon

i. d. R. an DNA-Templates (Matrizen) ablaufende, durch DNA-Polymerasen katalysierte Verknüpfung von Desoxyribonukleotiden zu linearen Tochter-DNA-Strängen (Desoxyribonukleinsäure, DNA-Polymerasen) (sog. semikonservative Replikation), wodurch die in der Nukleotidfolge (Primärstruktur) der als Matrizen wirkenden Eltern-DNA-Stränge enthaltenene genet. Information über Ausbildung komplementärer Basenpaarungen ident. repliziert wird (Replikation; Reduplikation). Der Prozeß der D. erfordert neben den DNA-Polymerasen eine Vielzahl anderer Proteine für die Entspiralisierung der DNA-Moleküle (DNA-Helikasen, Rep-Proteine), für die Synthese sog. RNA-Primer, an denen der Start der Polymerisation von Desoxyribonukleotiden erfolgt (DNA-Primase) sowie Enzyme (DNA-Ligasen) für die Verknüpfung intermediär auftretender kürzerer DNA-Fragmente (sog. Okazaki-Fragmente). Die am Replikationsprozeß beteiligten Proteine (Replikationsproteine) bilden mit der DNA Replisomen (Replikon). Eine besondere Form der D. ist die reverse Transkription von RNA-Molekülen (bei Retroviren, Telomerase) unter Ausbildung von cDNA (DNA-Polymerasen); DNA-Reparatur.

© Elsevier GmbH, München

Zurück

Verwandte Artikel

  • DNA des Penicillin-Pilzes entschlüsselt

    Vor 80 Jahren wurde das Penicilin entdeckt - jetzt gelang niederländischen Forschern ein neuer Durchbruch in der Penicillin-Forschung. Die Forscher haben die DNA-Sequenz des Pilzes dekodiert, der Penicillin produziert. Das könnte ein bedeutender Schritt fü...

© 2007 - 2012 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen