Domäne - Medizinlexikon

Strukturarealebene der komplexen Raumstruktur globulärer Proteine. D. entstehen durch Zusammenlagerung mehrerer Supersekundärstrukturen. Sie treten in vielen Proteinen auf, so z. B. die Nukleotidbindungsregion in Dehydrogenasen u. Kinasen. In der Immun. z. B. Kompaktstrukturen innerhalb der H- u. L-Ketten von Immunglobulinen. Die L-Kette besteht aus 2 (VLCL), die H-Kette aus 4 (VH, CH1–CH3) Domänen. Trennung der D.-Abschnitte (Homologieregionen) durch weniger kompakte Faltung der Peptidkette. Stabilisierung der D. durch Disulfidbrücken. Die D. VH u. VL entsprechen den antigenbindenden Orten des Antikörpermoleküls (Fab-Fragment).

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