Dragees - Medizinlexikon

Tabletten o. Formlinge mit dosierten Arzneistoffen (als Kern), die mit einem zusammenhängenden, gleichmäßigen Überzug versehen u. unzerteilt einzunehmen sind. Bisher verstand man unter Dragieren ein Umhüllen mit Zuckerschichten, in neuester Zeit setzen sich Verfahren mit zuckerfreiem Überzugsmaterial, die einen dünnen Film als Überzug bilden, durch (Filmdragierung). Bes. Bedeutung besitzen solche Überzüge, die sich im Magensaft nicht auflösen u. die im Kern inkorporierten Arzneistoffe erst im Dünndarm zur Wirkung kommen lassen (Magensaftresistenz). Auf einen solchen magensaftresistenten Kern kann auch eine wirkstoffhaltige Hülle aufdragiert werden, dann erfolgt eine zweistufige Freisetzung des Arzneistoffs (Duplexdragee). Depotpräparate.

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