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Dreckapotheke - Medizinlexikon
tier. u. menschl. Organe bzw. Exkremente, die bes. im Mittelalter zu ther. Zwecken angewandt wurden. Die Benutzung derartiger Mittel läßt sich im Bereich der Volksmedizin fast zu allen Zeiten nachweisen. Durch Galen, der den suggestiven Wert solcher Mittel auszunutzen suchte, fand die D. Eingang in die Schulmedizin, wo sie durch seine Autorität sehr lange lebendig blieb. 1696 erschien in Frankfurt das Werk „Heylsame Dreckapotheke“ von Christian Franz Paullini (1643–1712), das mehrere Auflagen erlebte u. 1847 letztmalig in Stuttgart unter dem Titel „Heylsame Dreck-Apotheke, wie nemlich mit Koth u. Urin die meisten Krankheiten u. Schäden glücklich geheilet wurden“.
© Elsevier GmbH, München
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