Ebstein-Anomalie - Medizinlexikon

Synonyme: Ebstein-Syndrom

angeborene Verlagerung einzelner o. mehrerer (fehlgebildeter) Segel der Trikuspidalis in die re. Herzkammer, sog. Atrialisierung des re. Ventrikels. Häufig Rechts-Links-Shunt in Vorhofebene. Sympt. in Abhängigkeit von der Ausprägung der Trikuspidalklappenverlagerung: Leistungsminderung, Zyanose, Halsvenen- o. Leberpuls, systol. o. systol. u. diastol. Herzgeräusch, mitunter Dreier- o. Viererrhythmus, vergrößertes, kugelförmiges Herz (Bocksbeutelform) mit vermindertem Lungendurchfluß im Röntgenbild. EKG zeigt Rechtsschenkelblock mit überhöhten P u. verlängertem PR-Intervall. Gelegentl. WPW-Syndrom. Neigung zu Tachykardien u. Herzrhythmusstörungen. Ther. in ausgeprägten Fällen kardiochirurg.: kavopulmonale Anastomose, prothet. Ersatz der dystopen Trikuspidalklappen.

© Elsevier GmbH, München

Zurück

Verwandte Artikel

  • Ebstein-Anomalie

    Die Ebstein-Anomalie ist eine Herzfehlbildung bei der die fehlgebildete Trikuspidalklappe in Richtung des rechten Ventrikels verlagert ist. Steht häufig in Verbindung mit einem Vorhofseptumdefekt (ASD).

© 2007 - 2012 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen