EDTA-Blut - Medizinlexikon

mit EDTA als Antikoagulans versetztes Venenblut zur Nutzung als Untersuchungsmaterial; meist wird das Dinatriumsalz verwendet. Finalkonzentration 1–2 mg/ml Blut. Blut u. EDTA sind bei Anwendung sofort gut zu mischen. Auf zeitl. Begrenzung der Verwendbarkeit von E. ist zu achten, Erythrozyten sind noch nach 24 h Lagerung unverändert. Bei Leukozyten kommt es bereits nach 3 h Aufbewahrung zu ersten strukturellen Veränderungen, so daß Beurteilung des Differentialblutbildes eingeschränkt wird (Chromatinverklumpungen bis zum Verlust der Kernstruktur). Beschickung der Vorlagen mit EDTA in der Trockensubstanz, als Lösung o. als Beschichtung.

Vollblutkonserve (Blutkonserve), nicht zur Transfusion geeignet, nur Ausgangsmaterial zur Herstellung der Plasmaderivate Cohn I, PPSB u. Antithrombin III sowie von Erythrozytenkonzentrat.

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