Einklemmung - Medizinlexikon

Inkarzeration, Herniation;

bei Meniskusriß umgangssprachl. Begriff für Gelenkblockierung durch Corpus liberum.

zerebrale E.: Folge von unvermeidl. Zunahme einer Massenverschiebung durch ein Fremdvolumen (Ödem, Hämatom, Tumor) im supra- o. infratentoriellen Raum. Die Massenverschiebung vom supra- in den infratentoriellen Raum führt zur deszendierenden transtentoriellen E. Dabei werden mediobasale Anteile des Temporallappens (ein- o. beidseitig) durch den Tentoriumschlitz verlagert. Daraus folgt lokaler Druck auf den Hirnstamm u. die Gefäße. Eine Volumenvermehrung mit Raumnot im infratentoriellen Abschnitt führt entweder zu einer Verlagerung von Kleinhirnteilen in den supratentoriellen Raum (aszendierende transtentorielle E.) o. der Kleinhirntonsillen in das Foramen occipitale magnum (foraminale E.). Transtentorielle E.: Einpressung mediobasaler Anteile eines o. beider Temporallappen in bzw. durch den Tentoriumschlitz mit Druck auf Hirnstamm u. Gefäßkompression. Einseitig: Verdrängung von Hirnstamm u. Gefäßen gegen kontralateralen Tentoriumrand. Hauptsymptom: N.-III-Lähmung mit Anisokorie (herdseitig weitere Pupille). Deszendierende transtentorielle E.: Uncusprolaps o. Verlagerung des Gyrus parahippocampi sowie des Gyrus occipitotemporalis medialis nach hinten. Mittelhirnverlagerung nach kontralateral u. -kompression durch Temporallappen. Klinik: Mittelhirnsyndrome. Foraminale E.: Einpressung der Kleinhirntonsillen in das Foramen u. in den Spinalkanal bei Druckerhöhung im Bereiche der hinteren Schädelgrube. Klinik: Bulbärhirnsyndrom; plötzl. Atemstillstand bei Druck auf die Medulla oblongata. Aszendierende E.: Einklemmung von Oberwurmanteilen u. angrenzender Kleinhirnanteile im Tentoriumschlitz bei massiver infratentorieller Drucksteigerung. Ther. der E.: schnellste Beseitigung der auslösenden Ursachen, z. B. sofortige Ausräumung traumat. intrakranieller Hämatome. Ausräumung raumfordernder Kontusionsherde, Ödembehandlung u. a.

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