Ektrodaktylie - Medizinlexikon

Schistochirie, Schistopodie, Spalthand, Spaltfuß, Krebsschere, Hummerschere, Manus bifurca; Form der Oligodaktylie, die die Zentralstrahlen II–IV von Hand u. Fuß betrifft. Prim. Störung der Weichteilplatte mit sek. Verknöcherungsdefekten. Geringe Grade: versch. starke Reduktion des 3. Strahls. Schwere Formen: Einbeziehung des 2. u./o. 4. Strahls (Beteiligung von Hand- bzw. Fußwurzel: Aplasien, Synostosen). Neben diesen autosomal dominanten „keilförmigen“ Binnenstrahldefekten gibt es zusätzl. Reduktionsstufen des radialen/tibialen Strahls der Krebsschere (seltener), die bis zur Monodaktylie reichen, wobei nur der 5. Strahl angelegt ist (wenn zusätzl. 4. Strahl vorhanden, beide meist syndaktyl). Außer diesen meist doppelseitigen u. genet. bedingten „typischen“ Formen von Spalthand bzw. -fuß gibt es einseitige, selten genet. bedingte „atypische“ Formen mit Regellosigkeit. Auffälliges Zusammentreffen mit Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten u. Polydaktylien. Abb.

Ektrodaktylie
Ektrodaktylie

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