Ekzema vulgare - Medizinlexikon

Beim E. v. unterscheidet man das Ekzema acutum, das Ekzema subacutum u. das Ekzema chronicum. Das akute Ekzem wird durch eine Entzündung der Haut mit Rötung (Ekzema rubrum, Ekzema erythematosum), Bläschenbildung (Ekzema vesiculosum), Nässen (Ekzema madidans), Knötchenbildung (Ekzema papulosum) u. oft erhebl. Juckreiz charakterisiert. Durch Platzen der Bläschen o. durch Reiben u. Kratzen tritt beim Ekzema madidans Gewebeflüssigkeit aus u. kann über das Eintrocknen des Sekrets zu braunroten Krusten führen (Ekzema crustosum). Beim subakuten Ekzem sind diese Erscheinungen i. a. schwächer ausgeprägt, Knötchen u. Juckreiz überwiegen. Beim chron. Ekzem treten die Zeichen der akuten Entzündung ganz in den Hintergrund, statt dessen finden sich proliferative Vorgänge in der Haut, die zu einer Verdickung derselben u. verstärkter Hautfelderung (Lichenifikation) führen (Ekzema lichenificatum). Auch ist der Juckreiz oft erhebl. Die Ausheilung erfolgt ohne Hinterlassung von Narben, wenn nicht zu stark gekratzt wurde. Histol. ist die Spongiose, d. h. eine schwammige Auflockerung der Epidermis mit Bläschenbildung, typ. Die Ursache des E. v. ist im einzelnen noch unbekannt, eine bakterielle Überempfindlichkeit wird vermutet. Ekzem.

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