Elektrolyte - Medizinlexikon

Stoffe, die in Lösungen o. Schmelzen aufgrund der Dissoziation in Kationen u. Anionen elektr. Leitfähigkeit besitzen. Starke E. dissoziieren vollständig (Dissoziationsgrad ? = 1), mittelstarke u. schwache E. mit partiellem kovalenten Charakter der zu lösenden chemischen Bindung nur unvollständig (? = 0,05–1 bzw. ? 0,05). Physiol. Bestandteile der im Blutplasma o. in den Zellen der Gewebe gelösten Salze in „ionisierter“ Form bzw. dissoziiert, erhöhen die elektr. Leitfähigkeit. Allg. Bedeutung für das osmot. Gleichgewicht u. die Erhaltung der aktuellen Reaktion der Körperflüssigkeiten (Anionen-Kationen-Gleichgewicht). Spezif. Wirkung einzelner E. auf Enzyminduktion (K+, Mg2+, Ca2+) u. die Polarisierung biol. Membranen bei Erregungsvorgängen.

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