Elektronentherapie - Medizinlexikon

Anwendung von Elektronen, die in einem Linearbeschleuniger o. einem Betatron auf hohe Geschwindigkeit (Energie) gebracht wurden, in der Strahlentherapie. Im klin. Einsatz werden Geräte mit Energien bis zu 42 MeV (Elektronenvolt) benutzt. Die Wechselwirkung Elektronen – Gewebe erfolgt über Sekundärelektronen u. durch Erzeugung von Bremsstrahlung. Die energieabhängige Reichweite der Elektronen beträgt im Gewebe bei 40 MeV fast 20 cm. Unterschieden werden: 1. Oberflächentherapie (1–5 MeV). Ind.: Geschwülste der Haut u. Schleimhäute. 2. Halbtiefentherapie (6–20 MeV). Erreichbare Gewebetiefe 2–8 cm. Ind.: Tumoren des Kopfs, der regionären Lymphknoten, des Kehlkopfs, der Harnröhre, der Vulva u. a. m. 3. Tiefentherapie (25–40 MeV). Erreichbare Gewebetiefe 10–15 cm. Die E. wird auch als Bewegungsbestrahlung u. Siebbestrahlung durchgeführt.

© Elsevier GmbH, München

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