Embolieprophylaxe - Medizinlexikon

Maßnahmen zur Verhinderung von Embolien; setzt die Kenntnis eines erhöhten Thromboserisikos voraus, das heute bei höherem Lebensalter, Durchblutungsstörungen u. beträchtlichem Übergewicht als gesichert angesehen werden kann. Eine erhöhte Emboliegefahr besteht aufgrund einer hohen Thrombosefrequenz bei bettlägerigen Pat., postoperativ, während der Gravidität u. postpartal sowie bei angeborenen u. erworbenen Gerinnungsdefekten (Thrombophilie). Die Embolie- u. Thromboseprophylaxe umfaßt Möglichkeiten, die Zirkulation, die Thrombozytenfunktion u. die plasmat. Gerinnung zu beeinflussen. Hierzu gehören Frühmobilisierung des Pat., Druckverbände zur passiven Kompression der Venen von außen u. Hochlagerung der unteren Extremitäten. Weiterhin führt die Anwendung von Thrombozytenaggregationshemmern, Blutverdünnern (Kumarinderivate) u. Heparinen zu einer Reduktion von Embolien u. Thrombosen.

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