Emissionscomputertomographie - Medizinlexikon

Synonyme: ECT (Single-Photon-ECT = SPECT)

wird durch die Rotation von einem o. mehreren (bis zu 4) Gammakameraköpfen mit einem Winkel bis zu 360° um den Pat. herum durchgeführt. Dabei werden durch Vorwahl der Winkelunterteilung, z. B. alle 6°, planare Profile erstellt u. aus all diesen Projektionen des Objekts ein Satz paralleler Schnittbilder errechnet. Große Aufmerksamkeit muß der Stabilität der Rotationsachse geschenkt werden, da deren Veränderung sich auf die Genauigkeit der Pixeladressen für die Aquisitionsmatrizen auswirkt. Moderne Systeme korrigieren mit einem Rechner den sog. off-set, die ermittelte Adressenverschiebung, die nicht nur allein durch konstruktive Elemente, sondern auch durch Gravitationskräfte bedingt sein kann. In der klin. Praxis benötigt man für die Rekonstruktion von Schnittbildern planare Aufnahmen über einen Winkelbereich von mind. 180°. Der Math. Radon konnte bereits 1917 einen Algorithmus vorlegen, der es gestattet, aus einem Satz von Projektionen aus versch. Richtungen das Original zu rekonstruieren. Auf dieses Verfahren greifen fast alle schnittbilderzeugenden Systeme zurück. Gegenwärtig ist die sog. gefilterte Rückprojektion die Methode der Wahl. Anzuwendende Filter sollen eine Reduktion des Rauschens u. eine koordinatengetreue Projektion bewirken. Vorhandene Inhomogenitäten u. Gewebeschwächung sowie Linearitätsabweichungen werden damit nicht korrigiert. Heute wird mit Ultra-High-Resolution Kollimatoren, z. B. bei Hirn-SPECT, ein räuml. Auflösungsvermögen von 6–8 mm erreicht. Alle nuklearmed. Untersuchungsverfahren mit den bekannten Radionukliden (201Tl, 99mTc, 123I) im Energiespektrum von 80–250 keV wie bei der planaren Szintigraphie sind mögl. Abb.

Emissionscomputertomographie. Rekonstruierte SPECT-Analyse in drei Ebenen des linksventrikulären Myokards; gegenübergestellt jeweils Aufnahmen unter Ergometerbelastung u. in Ruhe: transversale (links), koronale (Mitte) u. sagittale Schnitte (rechts)
Emissionscomputertomographie. Rekonstruierte SPECT-Analyse in drei Ebenen des linksventrikulären Myokards; gegenübergestellt jeweils Aufnahmen unter Ergometerbelastung u. in Ruhe: transversale (links), koronale (Mitte) u. sagittale Schnitte (rechts)

© Elsevier GmbH, München

Zurück

© 2007 - 2012 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen