Endocarditis lenta - Medizinlexikon

Sonderform der Endokarditis, die als gefürchtete Sepsis lenta (Schottmüller 1910) v. a. durch Streptococcus viridans, gelegentl. durch Enterokokken hervorgerufen wird. Klin. meist schleichender Beginn mit uncharakterist. Sympt. wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, allg. Schwäche, leichte Temperaturerhöhung, gefolgt von organ. Herzgeräuschen, Erhöhung der Pulsfrequenz, sek. Anämie, Milzvergrößerung, Hämaturie (Herdnephritis) u. Leukozytose mit Linksverschiebung. Im späteren Stadium Trommelschlegelfinger, disseminierte Embolien in Haut, Netzhaut, Leber, Milz, Niere, Gehirn (Encephalitis metastatica) mit Schmerzen in den betreffenden Organen. Dubiöse Progn. (trotz Antibiotikatherapie). Diagnostik: bakt. (wiederholte) Blutkulturen.

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