Endotoxinschock - Medizinlexikon

durch Endotoxine gramnegativer Bakterien (Enterobacteriaceae, Pseudomonadaceae) ausgelöster sept. Schock, durch endotoxinbedingte Aktivierung körpereigener Wirkstoffe, z. B. Kinine. Mikrozirkulationsstörungen durch Thrombozytenaggregation, Fibrinthromben bei Hyperkoagulabilität u. nachfolgender Verbrauchskoagulopathie sowie Verminderung des intrazellulären Sauerstoffdrucks (Hypoxie) bei herabgesetztem pH bedingen Zerstörung von Zellorganellen (Mitochondrien) u. Freisetzung lysosomaler Enzyme bes. in Leber, Lunge u. Herz. Auswirkung auf die Nieren (insbes. Tubuli, akutes Nierenversagen), das Gerinnungssystem; am stärksten ausgeprägt beim Sanarelli-Shwartzman-Phänomen.

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