Epidermis - Medizinlexikon

Synonyme: Oberhaut

epithelialer Teil der Kutis; mehrschichtiges, verhorntes Plattenepithel, dessen Zellen wegen der erfolgenden Verhornung (Hornschichtbildung) auch als Keratinozyten bezeichnet werden. Schichten der E. (von basal nach superficial): 1. Stratum basale: einschichtige Lage säulenförmiger Zellen. Hier läuft der größte Teil der Mitosen für die Epidermisregeneration ab. 2. Stratum spinosum: 6–9 Schichten polyedr. Zellen, deren Desmosomenverknüpfung die Oberfläche stachelig aussehen lassen; auch hier noch Mitosen. Wegen der Proliferation wurden 1. u. 2. früher als Stratum germinativum zusammengefaßt, das außer Keratinozyten Melanozyten (deren Zellfortsätze Melanin an Keratinozyten abgeben), Makrophagen (Langerhans-Zellen) für die Prägung von B-Lymphozyten sowie Tastzellen (Merkel-Zellen) für Merkel-Körperchen aufweist. 3. Stratum granulosum: 2–5 Schichten flacher Zellen mit Keratohyalingranula als Zeichen beginnender Verhornung u. Lamellengranula zur Abdichtung des Interzellularspalts. 4. Stratum lucidum: schmaler, heller Saum, in dem bereits viele Zellen abgestorben sind. 5. Stratum corneum: 15–45 Schichten toter Hornschuppen (deshalb Schuppenepithel). Abb. 1 u. 2.

Epidermis (Abb. 1). Oberhaut
Epidermis (Abb. 1). Oberhaut
Epidermis (Abb. 2). Histologischer Schnitt durch die Fingerhaut, HE-Färbung; mehrschichtiges verhorntes Schuppenepithel
Epidermis (Abb. 2). Histologischer Schnitt durch die Fingerhaut, HE-Färbung; mehrschichtiges verhorntes Schuppenepithel

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