Erbkrankheit - Medizinlexikon

veralteter, belasteter u. irreführender Begriff für eine Krankheit, die vorwiegend durch o. unter Beteiligung von Erbanlagen zustande kommt. Eine scharfe Trennung zwischen Erbkrankheiten u. umweltbedingten Krankheiten läßt sich nicht durchführen, da einerseits ein großer Teil genet. bedingter Krankheiten eine Umweltkomponente aufweist u. andererseits jeder exogene Faktor nur im Zusammenhang mit dem genet.-biol. Substrat zur Wirkung kommt. Der Begriff wird ersetzt durch „genetisch bedingte o. mitbedingte Krankheit“ (Genopathie). Die meisten monogen u. chromosomal bedingten Krankheiten treten unter mitteleuropäischen Bedingungen (2- bis 3-Kinder-Ehen, wenige Verwandtenehen) sporad. auf. Familiarität ist also kein Kriterium der E.

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