Erbrechen - Medizinlexikon

Emesis, Vomitus. Vom Brechzentrum gesteuerter komplexer Vorgang, der zur Entleerung von Magen- u./o. Darminhalt führt. E. kann reflektor. durch Reizung des Vestibularis (Nervus vestibulocochlearis), durch Geruchs- u. Geschmacksempfindungen, durch Reizung des Brechzentrums zentral ausgelöst werden. Längeres Erbrechen führt zu einer hypokaliäm., hypochloräm. Alkalose. Epidemisches E.: Wintererbrechen, epidem. Kollaps; plötzl. explosionsartig auftretend, wahrscheinl. viraler Genese. Fäkulentes E.: Koterbrechen. Bei Ileus, gastrokol. Fistel. Galliges E.: bes. nach Magenresektion, beim Syndrom der zuführenden Schlinge, massiv galligem duodenogastr. Reflux. Psychogenes E.: ohne organ. Ursache durch psych. Belastungen u. Situationen. Kaffeesatzerbrechen: Hämatemesis. Bei Blutungen im oberen Gastrointestinaltrakt. Schwangerschaftserbrechen: milde Form der Übelkeit u. des E. in der frühen Schwangerschaft, das morgens auftritt, ohne daß die Pat. zu Elektrolytstörungen kommt. Hyperemesis gravidarum: schweres E., das in den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten besteht u. zu Elektrolyt- u. Ernährungsstörungen führt. Die Ursache ist unbekannt.

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