Fibrinoid - Medizinlexikon

fibrinoide Verquellung o. fibrinoide Degeneration des kollagenen Bindegewebes mit wachsartiger Beschaffenheit desselben. F. besteht aus Fibrin, sauren Glykosaminoglykonen, Plasmaproteinen u. Abbauprodukten von DNA. Vorkommen bes. bei hypererg. Vorgängen im Bindegewebe u. in der Wand von Blutgefäßen, z. B. Kollagenosen; Rheumatismus, Lupus erythematodes, Panarteriitis nodosa; Grund von Magenulzera, Eklampsieleber, diabet. Glomerulosklerose. Verlust seiner normalen Färbbarkeit mit Säurefuchsin (Gieson-Färbung) u. Anilinblau (Bindegewebefärbung nach Mallory), statt dessen Azidophilie (mit Eosin- u. Goldnerfärbung leuchtend rot). Charakterist. ist die Entkollagenisierung mit neu auftretender Argyrophilie.

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