Fibromyalgie - Medizinlexikon

generalisierte Tendomyopathie, früher generalisiertes Fibrositissyndrom; Bez. für eine Krankheit mit generalisierten Tendomyosen (Befall der Muskulatur u. des Sehnenapparats), verbunden vielfach mit funktionellen Störungen. Die F. kann allein Ausdruck u. Folge psych. Einwirkungen (prim. F.) sein o. durch generalisierte Krankheiten (entzündl.-rheumat. Krankheiten einschl. Kollagenosen, Sarkoidose, Crohn-Krankheit, Colitis ulcerosa, Infektionskrankheiten, endokrine Störungen wie Myxödem u. Hyperparathyreoidismus, maligne Tumoren, Arzneimittelreaktionen) verursacht sein (sek. F.). Diagn. bestimmende Kriterien sind: 1. Spontane Schmerzen in der Muskulatur, im Verlauf von Sehnen u. Sehnenansätzen mit typ. Lokalisation am Stamm u./o. der Kieferregion u./o. den Extremitäten; 2. Nachweis multipler Tendomyosen, Tendinosen u. Insertionstendinosen mit typ. Druckpunkten; 3. begleitende vegetative u. funktionelle Sympt. (Migräne, Globusgefühl, funktionelle gastrointestinale u. Atembeschwerden, Dysmenorrhö, Dysurie, kalte Akren, Dermographismus, Hyperhidrosis, Tremor u. a.), typ. Schlafstörungen; 4. Psychopatholog. Veränderungen (depressive Syndrome, Neurosen u. a.). Wegen seiner Häufigkeit von sozialmedizin. u. -ökonom. Bedeutung. Ther.: Ausschaltung exogener u. Beeinflussung psych. Faktoren, bei sek. F. Behandlung des Grundleidens; symptomat. Analgetika, Myotonolytika, Psychopharmaka, top. Anwendungen, Physio- u. Psychotherapie.

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