Fleisch - Medizinlexikon

aus quergestreiften Muskeln bestehende Skelettmuskulatur von Schlachttieren mit den damit zusammenhängenden eßbaren Geweben (Binde- u. Fettgewebe, Gefäße, Knochen, innere Organe). Es enthält biol. wertvolles Eiweiß, unterschiedl. Mengen an Fett u. Mineralstoffen, jedoch nur geringe Mengen an Kohlenhydraten u. Vitaminen; höherer Vitamingehalt in Innereien, bes. Leber u. Niere. Gekühltes u. gefrorenes F. ist Frischfleisch gleichzusetzen, da es dessen Eigenschaften behält. F. ist infolge hohen Wassergehalts, günstiger Nährstoffzusammensetzung u. Struktur ein guter Nährboden für das Wachstum von Mikroorganismen (z. B. Salmonelleninfektionen); Gefahr bei Genuß von rohem o. nicht völlig durchgebratenem bzw. durchgekochtem F.; tierärztl. Schlachttier- u. Fleischuntersuchung dient der Untersuchung der Schlachttiere auf Krankheitserscheinungen, Störungen des Allgemeinbefindens u. a. verdächtige Anzeichen sowie nach der Ausschlachtung der Prüfung der Tierkörper noch vor der Zerlegung auf krankhafte Organveränderungen; bei Verdacht bakt., chem. u. a. Laboruntersuchungen, bei Schweinen zusätzl. Trichinenschau. Bei Auftreten von Krankheitserregern (z. B. Tbc, Leptospirose u. a.) darf F., sofern es in seiner Beschaffenheit nicht verändert ist, erst nach geeigneter Behandlung in den Verkehr gebracht werden.

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