Fraktureinteilungen - Medizinlexikon

Klassifizierung nach unterschiedl. Gesichtspunkten: Entstehung: Gewaltbruch (die häufigste Ursache), pathol. Fraktur (Tumor, Metastase), Ermüdungsbruch (Mikrotraumen). Form der Gewalteinwirkung: Biegungs-, Dreh-, Kompressions-, Riß-, Abscherbruch infolge direkter bzw. indirekter Kraft. Ausmaß des Weichteilschadens: geschlossene u. offene Frakturen I., II., III. Grades. Ausmaß des Knochentraumas: Infraktion (Einriß, Knickbruch), Fissur (Spaltbruch), Grünholzbruch (bei Kindern, Periostschlauch bleibt intakt), vollständiger Knochenbruch. Anzahl der Fragmente: einfacher Bruch, Mehrfragmentbruch, Trümmerbruch. Verlauf der Frakturlinie: Quer-, Längs-, Schräg-, Spiralbruch. Lokalisation: in Verbindung mit dem betroffenen Knochen, z. B. Schenkelhalsbruch, Schlüsselbeinbruch, Radiusfraktur. Weitere Bez.: Schußbruch, Gelenkbruch (Bruchspalt reicht bis ins Gelenk), Impressionsfraktur (Einbruch eines Teils der Gelenkfläche), Berstungsbruch des Schädels.

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