Galle, lithogene - Medizinlexikon

Galle, die in ihrer Zusammensetzung zur Steinbildung neigt. Durch Übersättigung der Galle an Cholesterin o. Bilirubin kommt es bei Hinzutreten weiterer Faktoren (Stase, Kristallbildung, Mangel an Substanzen, die eine Präzipitation verhindern) zur Steinbildung. Die häufigsten Steine sind in Europa Cholesterinsteine, deren Entstehung durch ein Mißverhältnis von Cholesterin zu Gallensäuren u. Phospholipiden bedingt ist, d. h. der Cholesterinanteil ist zu hoch. Durch Gabe von Chenodesoxycholsäure bzw. Ursodesoxycholsäure läßt sich die Lithogenität beseitigen (so lange die Substanzen zugeführt werden). Adipöse, Diabetiker, Pat. mit Ileumerkrankungen o. -resektionen, Frauen mit Östrogenmedikation, Personen mit Hyperlipoproteinämie sind bes. häufig von Cholesterinsteinen betroffen.

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