Gallensäuren - Medizinlexikon

in der Leber gebildete Stoffwechselprodukte des Cholesterins, die in der Gallenblase gesammelt u. mit dem Gallensaft in den Intestinaltrakt abgegeben werden. Die Leber synthetisiert zwei prim. G.: Cholsäure u. Chenodesoxycholsäure, die jedoch nicht in freier Form, sondern stets an Glycin o. Taurin gebunden sezerniert werden (konjugierte Gallensäuren: Glyko- o. Taurocholsäure bzw. -chenodesoxycholsäure). Im Intestinaltrakt unterliegen die prim. G. mikrobiellen Einflüssen. Desoxycholsäure wird ebenso wie Chol- bzw. Chenodesoxycholsäure im ilealen Bereich des Intestinaltrakts resorbiert (enterohepat. Kreislauf). Konjugierte G. werden aktiv, dekonjugierte G. passiv resorbiert. Die Bedeutung der G. liegt in der Mizellenbildung u. der Resorption der wasserunlösl. Fettabbauprodukte (Monoglyzeride u. freie Fettsäuren), fettlösliche Vitamine u. des freien Cholesterins. G. hemmen die Pankreaslipase. Im pH-Bereich von 6–7 wird die Hemmung durch Colipase bewirkt.

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