Gedächtnismodelle - Medizinlexikon

grundsätzl. können zwei Typen von Lerngedächtnis unterschieden werden, das deklarative o. explizite u. das prozedurale o. implizite Gedächtnis. Ersteres ist dadurch gekennzeichnet, daß Einzelheiten erinnert u. zu einem Ganzen zusammengefügt werden (auch im Unterbewußtsein); explizit-deklarative Gedächtnisinhalte werden bewußt erinnert, sofern diese vorübergehend o. dauerhaft abgespeichert worden sind. Das prozedurale Gedächtnis hingegen ist das Ergebnis des (unterbewußten) Erlerntes motor. Fertigkeiten. Zum prozedural-impliziten Gedächtnis gehört die Fähigkeit, Inhalte von Sinneseindrücken kurzfristig zu behalten u. zu verarbeiten. Es ist mit dem Arbeitsspeicher (RAM) eines Computers symbol. vergleichbar u. wird daher als Arbeitsgedächntis (working memory) bezeichnet. Es ist von fundamentaler Bedeutung für die höheren kognitiven Funktionen, da es Informtaionen in einem aktiven u. sofort abrufbaren Zustand hält, ohne daß äußere Reize dafür unmittelbar notwendig wären. Das Arbeitsgedächntis ist eine kognitive Leistung, die eine zeitweilige Repräsentation an Informationen während fokussierten Denkens sichert. Während im deklarativen Gedächtnis die Rolle insbes. der li. Hemisphäre (frontoorbitale, parietale Hirnrindenfelder) u. des limb. Systems hervorragt, sind im prozeduralen Gedächtnis das stärker in der re. Hemisphäre wirkt, noch die Basalganglien, versch. Strukturen des Mittelhirns u. das Kleinhirn beteiligt. Die Mandelkernregion als Teil des limb. Systems bewertet im Zusammenwirken mit Hypothalamus u. Großhirnrinde emotionelle Komponenten des Gedächtnisses, sowohl im prozeduralen (kurzfristige Affekterlebnisse) wie auch im deklarativ expliziten Bereich. Gedächtnis.

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