Gedächtnisstörungen - Medizinlexikon

Störungen von Gedächtnis u. Lernleistungen. Vorkommen bes. bei Demenz, Psychosen, aber auch bei Schizophrenien u. Depressionen mögl. Nach Art der betroffenen Leistungen werden Störungen des deklarativen, prozeduralen u. des Arbeitsgedächtnisses unterschieden. Störungen des deklarativen Gedächtnisses betreffen die willkürl. Erinnerung an Daten u. Fakten (semant. Gedächtnis) bzw. Lebensereignisse (episod. Gedächtnis). Diese werden auch als explizite G. zusammengefaßt. Vorkommen insbes. bei Läsionen im Temporallappen. Prozedurale G. betreffen dagegen v. a. die unwillkürl. Aneignung motor. o. kognitiver Handlungsabläufe (z. B. Spielen eines Musikinstruments, Binden eines Knotens o. Erlernen eines Tastenschlüssels am PC). Vorkommen: z. B. bei Erkrankungen der Basalganglien wie Chorea Huntington o. Parkinson-Syndrom. Störungen des Arbeitsgedächtnisses referieren auf die Fähigkeit, Wahrnehmungs- u. Gedächtnisinhalte momentan bewußt u. damit einer kognitiven Verarbeitung verfügbar zu machen. Vorkommen insbes. bei Veränderungen des Frontallappens o. bei Schizophrenien.

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