Gefäßspasmen - Medizinlexikon

Kontraktionen der glatten Muskulatur arterieller Gefäße, die zur reversiblen Einengung des Lumens u. Verminderung der Durchblutung führen. Funktionelle Stenosen bei Unterschreitung des kritischen Verschlußdrucks o. durch Zunahme des Gewebedrucks, z. B. Hämatome, müssen ausgeschlossen werden. Gefäßspasmen werden vorwiegend an den akralen Gefäßen der Finger, seltener an den Zehen beobachtet. Akrozyanose; Ergotismus; Raynaud-Krankheit. Auslösend wirken allg. Faktoren wie Emotionen o. lokale Reize wie Kälte, Vibrationen u. a. Ischäm. Schmerzen, lokale Abkühlung u. Hautblässe kennzeichnen den Zustand; troph. Störungen o. Nekrosen werden beobachtet. Die seltenen Spasmen der muskulären Verteilergefäße führen zu segmentalen Blutversorgungsstörungen.

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