Gefäßtumoren, zerebrale - Medizinlexikon

Angioblastome (Hämangioblastom, Hämangioperizytom u. Angioretikulom) aus dichtliegenden Kapillaren, kavernösen Gefäßabschnitten u. undifferenzierten Zellen aufgebaut, relativ gutartig. Lindau-Tumor: zyst. Kleinhirnangioblastom. Hippel-Lindau-Krankheit: Kleinhirnangioblastom kombiniert mit Angioblastom in der Retina (Angiomatosis retinae et cerebelli). Genet. bedingt, autosomal dominanter Erbgang. Angioblastome kommen in den Hirnhäuten, in oberflächennahen Hirnabschnitten u. in der Tiefe des Gehirns vor, manchmal multipel. Wachstum: langsam, Neigung zu Rezidiven. Klinik: bei Frauen erste Sympt. oft in Zusammenhang mit Gravidität auftretend. Kleinhirnangioblastome führen häufig zur plötzl. Druckerhöhung in der hinteren Schädelgrube mit Tonsilleneinklemmung, Lebensgefahr; Blutungen u. a. Ther.: Tumor- u. Zystenexstirpation.

© Elsevier GmbH, München

Zurück

Verwandte Artikel

  • Aneurysma der Vena cerebri magna Galeni

    Das Aneurysma der Vena cerebri magna Galeni ist eine Ausstülpung der Gefäßwand der V. magna cerebri mit raumfordernder Wirkung und/oder Gefahr der intrazerebralen Blutung.

  • Pseudotumor cerebri (gutartige intrazerebrale Druckerhöhung)

    Pseudotumor cerebri PTC ist eine intracerbrale Druckerhöhung bei: klinisch-neurologich normalem Untersuchungsbefund erhöhter Liquordruck Ausschluß anderer möglicher Erkrankungen (Tumor, vaskuläre Läsionen, Sinusthrombose)

  • Zerebrale Kavernome

    Die Kavernome sind ein Konvolut erweiterter kavernöser, endothelialisierter Gefäßkanäle, die durch dünne Bindegewebssepten getrennt sind und durch Raumforderung oder Blutung symptomatisch werden können.

© 2007 - 2012 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen